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Interview mit Candy Bukowski, der Autorin von dem Buch „Wir waren keine Helden“

Hallöchen liebe Bücherliebhaber,

vor einiger Zeit habe ich eine Rezensionsanfrage für das Buch „Wir waren keine Helden“ von Candy Bukowski bekommen und dabei konnte mir gleich ein Interview mit der Autorin vermittelt werden!

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Candy Bukowski war Buchhändlerin, Verlagsvertreterin, freie Redakteurin, Herausgeberin ihres eigenen Magazins, Reiki-Lehrerin, Bloggerin und Autorin! Viel, hab ich nicht recht? Sie schreibt unter ihrem Pseudonym und hat vor drei Monaten ihr Romandebüt „Wir waren keine Helden“ herausgebracht!

 

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… Der eine, lange, unwiederholbare Moment. Einer von denen, die du dein ganzes Leben lang immer wieder mal vermisst. Der als verblichene Schwarz-Weiß-Fotografie irgendwo in deiner rechten Herzkammer steckt. Nicht im Portemonnaie wie all der andere, vermeintlich wichtige Kram. Das kleine, riesengroße Sepiaglück, mit den richtigen Menschen im richtigen Moment. Das man nicht halten kann, nur bewahren…

„Wir waren keine Helden“ ist ein Coming of Age Roman, startend in den 80ern am „Arsch der Welt“, wo für Sugar mit dem Punker Pete, später auch mit Luke und Silver, Beziehungen für ein ganzes Leben beginnen.

Eine rasante Reise durch das Reifen, Erwachsenwerden und Erwachsensein in vielen Etappen, oft im Grenzgang, immer auf der Suche nach stimmigen Antworten …

Candy Bukowski legt mit ihrem Romandebüt das Leben und Lieben auf den Seziertisch. Wild, mutig und schonungslos setzt sie das Messer an und bringt dabei mit leichter Hand und geschliffener Sprache eine Menge Tiefe zum Vorschein. (edel&electric Verlag)

Und hier das Interview, ganz viel Spaß beim lesen!

1. Woher kam Ihnen die Idee für Ihr Romandebüt „Wir waren keine Helden“?

Bei „Wir waren keine Helden“ musste ich nicht lange überlegen. Dieses Buch wollte einfach von mir geschrieben werden. Und zwar genau so und nicht anders. Zu Beginn, als von Verlag noch gar keine Rede war, schrieben sich die ersten Kapitel fast von alleine, was natürlich daran liegt, dass mir die Geschichte sehr vertraut ist. Sugar, Pete, Luke und Silver sind real und somit ist es keine verträumte Story, sondern auch eine vom Weggehen und immer Wiederkommen. Von allem was immer wieder auch weh tut, aber nur wehtun kann, weil es so wertvoll ist. Darüber habe ich einfach angefangen zu schreiben und erst mit der Zeit wurde dann klassische Romanarbeit daraus.

2. Was hat Sie zum Schreiben bewegt?

Jeder Mensch hat irgendein besonderes Talent und dieses möchte genutzt werden. Also winkt es immer mal wieder um die Ecke und will spielen. Mein Talent ist das Schreiben. Zum ersten Mal für die Öffentlichkeit, habe ich mit 12 Jahren geschrieben. Das war damals eine Besprechung des Theaterstücks „Nathan der Weise“. Die habe ich an die Zeitung geschickt, dort wurde der Beitrag abgedruckt und seitdem habe ich alles Geschriebene zu meinem Beruf gemacht. Als Buchhändlerin, als freie Redakteurin, Bloggerin und Autorin. Das sind alles Bereiche, in denen man nicht viel verdient, dafür tue ich aber eben etwas, das mir zu großen Teilen Spaß macht. Was man gerne macht, ist ja nicht immer einfach, aber man steckt eben gerne Kraft und Lebenszeit hinein.
3. Wie ist das Leben als Autorin?

Im Alltag ist das ein ganz normales Leben. Ich arbeite noch in einem anderen Beruf, um meine Brötchen zu verdienen. Außerdem lebe ich mit meiner 12jährigen Tochter zusammen, die wünscht sich auch Zeit und Aufmerksamkeit von mir. Also schreibe ich hauptsächlich nachts, das macht die Nächte allerdings erheblich kürzer.
Die besondere und sehr schöne Seite des Autorenlebens besteht darin, wenn dein Buch erscheint, wenn Menschen es lesen und mögen, es besprochen wird und sich das große Freudegefühl einstellt, etwas geschaffen zu haben, das bleibt und einen ideellen Wert besitzt. Auch für andere. Das fühlt sich wirklich sehr gut an.
4. Ihr Buch kam im Verlag Edel & Electric heraus. Wie kamen sie auf den Verlag? Sind Sie zufrieden?

Ich hatte das ungewöhnliche Glück, dass der Verlag auf mich zukam. Das ist nicht selbstverständlich. Viele Autoren müssen lange Klinken putzen, um irgendwo angenommen zu werden.
Man darf sich das aber auch nicht zu verträumt vorstellen. Ein Verlag betreut sehr viele Schriftsteller, und ein durchschnittlicher Autor, der nicht auf der Bestseller-Liste zu finden ist, hat mit seinem Verlag nur während der Zeit des Lektorates etwas intensiveren Kontakt. Also dann, bis sein geplantes Buch erscheint. Anschließend folgt wieder eine lange, recht einsame Etappe des Schreibens. Und falls das Ergebnis gut genug ist, beginnt der Weg dann von vorn. Man schlägt seinen Titel mehreren Verlagen vor, mit Glück kauft einer und bis es erscheint, hört und liest man sich ein wenig öfter. Der größte Anteil der Autorenzeit, ist Alleinezeit.

5. Haben Sie sehr lange gebraucht, um „Wir waren keine Helden“ zu schreiben?

Ich hatte ungefähr acht Monate dafür Zeit, inkl. der Überarbeitung nach dem Lektorat. Aber ein Teil der „Helden“ existierte vorab bereits. Ohne diesen Anteil kann sich ein Verleger ja nicht entscheiden, den Titel zu kaufen und ins Programm aufzunehmen.

6. Wer hat das Buch alles vor der Veröffentlichung zu lesen bekommen?

Meine Verlegerin Karla Paul, die Lektorin, Kollegen aus der Presse- und Marketingabteilung, die Grafikerin die das Cover gestaltete. Später auch 30 mir fremde „Vorableser“. Eine Menge Menschen prüfen einen Titel, bevor er so erscheint, wie er letztendlich im Handel zu finden ist.

Privat kannten meine beste Freundin, ein sehr enger Freund und mein Liebster das Buch, bevor es erschien.

7. Was und auch wer inspiriert Sie?

Das ist einfach. Das Leben, erlebte Situationen, Menschen die ehrlicher von sich erzählen, als es üblich ist. Wenn man genau hinschaut und zuhört, ergibt sich der Stoff für Geschichten ganz von selbst.
Ich suche gerne im Leichten das Schwere und im Schweren das Leichte. Deshalb sind mir die vermeintlichen Verlierer, die Strauchler und Überleber, oftmals viel lieber und interessanter, als diejenigen, denen sowieso immer alles gelingt.

8. Fehler macht man ja oft beim Schreiben, doch welchen Fehler sollte man Ihrer Meinung nach auf keinen Fall machen?

Es gibt eine Menge Fehler, die man beim Schreiben macht, bis man sich wichtiges Handwerkzeug dafür angeeignet hat und seinen eigenen Stil, die eigene literarische Stimme, entwickeln konnte.
Der größte wäre, meiner Meinung nach aber der, nicht oder zu wenig zu schreiben. Und zu lesen! Nur wer liest, schreibt immer besser.
9. Was für Projekte wollen sie privat und beruflich noch verwirklichen?

Ich finde, es gibt nur ein einziges Großprojekt für jeden Menschen. Aus seinem Leben das zu gestalten, was möglichst nah an seine echten Bedürfnisse herankommt und ihm wirklich entspricht. Man sollte nicht unterschätzen, wie viele der genormten oder übernommenen Wünsche und Ziele, zu einem in Wahrheit gar nicht passen, vor allem aber keine Garantie für ewiges Glück und Bestehen beinhalten.

Die Frage lautet: „Wer bin ich oder bin ich fähig zu werden, wenn vermeintliche Sicherheiten wegbrechen? Dazu gehören nicht nur Erfolg, sondern auch Familie, Partnerschaft, Liebe, Ehe, Freunde, Gesundheit. Alles ist immer im Wandel, definitiv nichts bleibt so, wie wir es beginnen und zu halten wünschen.

Unter diesem Wissen möchte ich weiterhin immer wieder Neues ausprobieren und dem wertvollen Vertrauten, allen Schutz geben, der mir im Wandel möglich ist. Leben! Lieben und unbedingt Schreiben, um den Dingen eine Stimme zu geben.

10. Und zum Abschluss: Gibt es etwas, dass Sie den SchülerInnen dieser Zeitschrift und den Lesern dieses Blogs sagen möchten?

Klar  Wenn es zu Euch passt: lebt wild, unangepasst und klug. Stellt die Dinge in Frage und sucht Eure eigenen Antworten. Verschwendet viel Zeit aufs Glücklichsein und auf Euch wirklich wertvolle Menschen und Dinge. Fordert Euch selbst immer wieder heraus und wagt alles. Es gibt bereits viel zu viele angepasste Traumlose.
Ich hoffe ihr hattet Spaß bei lesen, in Kürze folgt auch meine Rezi zu dem Buch „Wir waren keine Helden“ 🙂

Au Revoir!

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6 Kommentare zu „Interview mit Candy Bukowski, der Autorin von dem Buch „Wir waren keine Helden“

  1. Schöne Fragen und Antworten…schade, das es als Autor/in so schwer ist gefunden zu werden….aber als Sänger ist es auch so….:-) Das Cover ist toll…..Nicht ganz mein Beuteschema..aber klingt interessant…als Kind der 80er….mal sehen…:-)

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