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Rezension zu Dein Traum in mir von Thalea Storm

dein-traum-in-mir

Titel: Dein Traum in mir
Autor: Thalea Storm
Verlag:
Genre: Jugend
Erscheinungsdatum: 25.10.2016
Preis: eBook – 2,99€ / Taschenbuch – 8,99€
ISBN: B01M3V3RTR
Seiten: 189

Inhalt
Was würdest du tun, wenn du die Möglichkeit hättest, noch einmal von vorne zu beginnen und die Vergangenheit hinter dir zu lassen?
Ellas Leben ist kompliziert: um sie herum jagt alle Welt ihren Träumen und Zielen hinterher, während ihr Alltag von Terminen, Verantwortung und Frust gezeichnet ist. Doch dann lernt sie auf verblüffende Art und Weise den mysteriösen und zugleich faszinierenden Conrad kennen. Für Ella wird Conrad ein Ort der Zuflucht, der alles daran setzt, ihr die schönen Seiten des Lebens wieder näher zu bringen. Ein Wechselbad der Gefühle beginnt, hin- und hergerissen zwischen Traumwelt und Realität. Ella will der Wahrheit auf den Grund gehen und begibt sich auf eine geheimnisvolle Reise in die Vergangenheit. Immer im Wettlauf mit der Zeit, denn ihre Leben droht sie erbarmungslos einzuholen.

Meine Meinung
Ella lebt mit ihrer Mutter in Berlin und muss sich so gut wie den ganzen Tag um sie kümmern, denn sie sitzt im Rollstuhl. Es ist für beide sehr schwer, vor allem, da Ella nicht gut genug verdient und der Bruder nicht das Gefühl hat, helfen zu müssen. Jeden Tag arbeitet sie also als Aushilfe in einer Buchhandlung, aber eine dauerhafte Lösung scheint das auch nicht zu sein. Von einem größeren, spannenderem Leben kann Ella nur träumen… Und das tut sie dann tatsächlich, als sie dank einer Autorin vom „Klarträumen“ hört und es mit dem Buch dieser Autorin ausprobieren möchte.

In Ellas Traumwelt landet sie dann am Strand, in der Nähe eines Dorfes. Doch dort nimmt sie keiner war, bis sie auf Conrad trifft, der sie hören und sehen kann. Dank ihm lernt sie eine 2. Welt kennen und kann sich endlich wieder frei fühlen. Sie muss sich nicht immer Sorgen machen, sondern kann ein unbeschwerter, glücklicher Mensch sein und das auch noch mit Conrad.

Vom Klarträumen habe ich noch nie etwas gehört und dass es Bücher darüber gibt, hätte ich auch nicht gedacht. Mir hat die Idee einer unglaublich gut gefallen und ich war so gespannt auf die Umsetzung. Ich hatte nämlich keine Ahnung, wie Thalea Storm schreibt, aber ich wurde keineswegs enttäuscht.
Ella kommt nur, wenn sie träumt in diese Welt und wird zu unbestimmten Zeiten einfach wieder in die richtige Welt zurückgebracht. Diese Welt ist genauso wie unsere, nur die Menschen sind andere, was ich sehr spannend fand. Zum größten Teil wurde ich nicht enttäuscht, aber ich hätte gerne noch mehr über diese Art von Träumen erfahren. Ein, zwei Fragen sind auch noch offen, aber das ist nicht allzu schlimm.

Das Cover finde ich ja mal richtig schön! Die Farben haben super gut gepasst und ich mochte dieses verschwommene und zerknitterte. Am besten war aber, dass man zwar ein Gesicht auf dem Cover sieht, aber die Fantasie trotzdem noch freien Lauf hat. Ich glaube alle wissen, wie wenig ich echte Menschen auf Covern mag, aber hier sieht man das Gesicht nicht zu stark, aber auch nicht zu wenig. Wirklich schön.

Die Protagonistin Ella tat mir unglaublich leid. Sie musste sich so gut wie immer um ihre Mutter sorgen und hatte ein wirklich kleines Leben in dieser großen Stadt. Dank der Mutter hat sie keine Möglichkeit, die Welt kennenzulernen und sie konnte nicht mal für einen Tag etwas tun, was sie wollte. Die Mutter mochte ich dazu auch nicht wirklich, weswegen ich nur noch mehr Mitleid hatte… Ella aber war mir sehr sympathisch und mit ihren kleinen Fehlern auch einfach nur menschlich. Ihr Bruder hat eine Familie, darf die Welt erkunden, leistet keine Hilfe und trotzdem liebt die Mutter den Bruder über alles. Da verstehe ich, wenn sie mal an die Decke geht. Ella kam mir auch sehr klug und nett vor. Ihre Art war so locker und mit ihr würde man sich sicher gut verstehen. Als die Traumsache dann anfing, habe ich mich so sehr für sie gefreut! Endlich konnte sie neue Luft schnuppern, Menschen kennenlernen und einfach etwas tun, was außerhalb ihrer Routine lag.

Conrad hat perfekt zu ihr gepasst. Ich habe ihn seit seinem 1. Satz geliebt, er ist sooooo toll! Er ist unglaublich charmant und total liebenswürdig, man kann ihr nur lieben. Er hat eine fantastische Art und geht gut mit Ella um. Vor allem dass er so gut wie nie wütend wird, fand ich interessant. Sehr ruhig geht er mit bestimmten Situationen um und verzweifeln tut er schon gar nicht. Er war auf alle Fälle mein Liebling im Buch.

Berlin und dann auch noch Schottland, es ist, als wären die Orte auf mich abgestimmt. 😉 Ich liebe Bücher, die in Berlin spielen, auch, wenn Ella nicht viel davon sehen konnte. Die Parallelwelt spielte dagegen in Schottland, was ich wunderschön fand. Der Strand, das Stück Wald und das Dorf kamen gut rüber. Thalea Storm weiß, wie sie Orte erfindet und vor allem auch beschreibt.

Da kommen wir auch gleich zum Schreibstil. Er ist unglaublich flüssig und lässt sich gut lesen und schwups, schon war ich durch. Ich konnte mir alles so bildhaft vorstellen und gebe dafür einen extra Punkt.

Ein wenig Spannung war auch da. Es gab viele offene Fragen, vor allem was das Träumen anbelangte und warum sie sich nicht einfach anrufen konnten, wenn er doch so real war. 😉 (Ja, ich habe mich wirklich gefragt, warum sie auf so eine einfache Lösung nicht kamen und durfte mich am Ende ganz blöde fühlen.) Ellas Handlungen waren nachvollziehbar und ihre Gedankengänge sehr interessant. Es wurde immer wieder spannend und ich bin froh, dass miterlebt zu haben.

Was mich störte, war die Länge. Das Buch hätte definitiv noch länger sein können! Es war wirklich schade, dass die Geschichte so schnell zu Ende ging. Ich finde man hätte da noch ein wenig mehr draus machen können und ein paar Fragen mehr aufwerfen können. Vieles war zwar geklärt, aber warum nicht noch detaillierter? Schade, dass es nur um die 200 Seiten waren.

Fazit
Die Protagonisten fand ich sehr sympathisch, vor allem Conrad! Auch der Schreibstil war überraschend gut und die Orte schön beschrieben. Dass es so kurz war ist schade, man hätte die Idee mit dem Träumen weiter ausführen können, aber sonst war alles sehr schön. 4 Lesesterne für „Dein Traum in mir“!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Thalea Storm für das Rezensionsexemplar, welches ich im Rahmen der Leserunde auf LovelyBooks erhalten habe!

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3 Kommentare zu „Rezension zu Dein Traum in mir von Thalea Storm

  1. Das kommt ja wirklich nur sehr selten vor, dass man ein Buch am Ende zu KURZ findet, meistens sind Bücher ja eher etwas zu langatmig. Aber kurze Bpcher sind auch manchmal sehr sympatisch, besonders wenn sie dann noch so gut sind! Ich habe wirklich schon öfter von dieser Art zu träumen gehört, aber ich denke eher nicht, dass man in der Wirklichkeit so real träumen kann… Schade eigentlich! Das Bich hört sich jedenfalls richtig spannend an, danke für die Empfehlung und deine ausführliche Rezi! 🙂

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