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Rezension zu Saving Phoenix von Joss Stirling

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Titel
: Saving Phoenix – Die Macht der Seelen
Autorin: Joss Stirling
Genre: Jugend-/Fantasybuch
Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2012
Verlag: dtv Verlag
Preis: 9,95€
ISBN: 978-3-423-71609-3
Seiten: 384

Inhalt
Folgeband von ›Finding Sky‹

Die 17-jährige Phoenix wächst in der Gemeinschaft krimineller Savants, Menschen mit einer übersinnlichen Fähigkeit, auf. Für deren Anführer muss Phoenix ihre Gabe, das Zeitempfinden in fremden Gehirnen zu manipulieren, zu Diebstählen nutzen und das Gestohlene dann bei ihm abliefern. Als sie bei einer Gruppe amerikanischer Studenten iPads stehlen soll, trifft sie auf Yves Benedict. Doch der ist mehr als ihr nächstes Opfer – er ist ihr Seelenspiegel. Yves erkennt dies sofort und entwirft einen Schlachtplan, um Phoenix aus der Gemeinschaft zu befreien und den Anführer zu bezwingen. Doch dieser will die Macht der besonderen Verbindung zwischen Phoenix und Yves für seine eigenen Zwecke nutzen… (Quelle: dtv-Verlag)

* hier * meine Rezension zu Finding Sky, dem 1. Band.

Meine Meinung
„Saving Phoenix“ ist der 2. Band der 1. Trilogie von Joss Stirling. Finding Sky hat mich positiv sehr überrascht und gehört nun zu meinen Lieblingsbüchern. Ich habe dann herausgefunden, dass es 6 Bücher gibt, aber immer mit anderen Hauptprotagonisten.
Ganz ehrlich, als ich den Klappentext gelesen habe, war ich ein bisschen enttäuscht, dass es nicht mehr um Sky und Zed ging, sondern um einen von Zeds Brüder. Nicht, dass sie nicht auch spannend wären, aber Sky und Zed sind meine Lieblinge…

Phoenix ist eine Savant und lebt bei einer kriminellen Gruppe von Savants, der Commnity. Sie alle müssen Dinge stehlen und sie dann dem Anführer, dem Seher zu bringen. Phoenix missbraucht ihre Gabe, um das zu tun, denn sie kann in der Umgebung von 30 Menschen die Zeit stoppen und so Sachen stehlen, ohne bemerkt zu werden. Jetzt hat sie den Auftrag bekommen, Yves Benedicts Wertsachen zu stehlen und macht sich gleich ran…

So lernen sich die beiden kennen und als Yves erkennt, dass sie sein Seelenspiegel ist, erzählt sie ihm (gezwungenermaßen) ihre Geschichte. Yves ist der unberechenbare und schlaue Junge in der Familie und er kennt sich unglaublich gut mit dem ganzen Technik-Kram aus. Es war ziemlich einfach, ihn in mein Herz zu schließen, denn man muss kein Badboy wie Zed sein, um viele weibliche Fans zu haben. 😉 Unglaublich fürsorglich und liebevoll versucht er, eine Verbindung zu Phoenix aufzubauen, aber glaubt mir, die macht es ihm nicht leicht! Er opfert viel und ihm liegt unglaublich viel an seiner Familie, aber auch an seinem Seelenspiegel. Wobei Phoenix es ihm gar nicht einfach gemacht hat. Sie musste von klein auf alleine für sich sorgen und dann in einer verbrecherischen Community aufwachsen, in der sie nur einen Freund hat und man niemanden vertrauen darf. Sie findet keine Möglichkeit aus dieser schrecklichen Gemeinschaft zu fliehen und kann jedes mal nur hoffen, dass sie ohne Wunden in ihrem Zimmer ankommt.

Als die Benedicts-Familie, Sky eingeschlossen, dann versucht ihr zu helfen, ist sie viel zu verschlossen. Ich kann verstehen, dass sie ein großes Vertrauensproblem hat, aber sie war mir doch zu anstrengend und hat manchmal vollkommen übertriebene Sachen getan, obwohl Yves doch so wundervoll ist. Am Ende fällt ihr nämlich auch auf, wie bescheuert ihre Ideen doch eigentlich waren, aber da kann ich auch nur den Kopf schütteln. Ihre Vergangenheit tut mir sehr leid und dass sie so aufwachsen musste auch. Hinter ihrer Fassade könnte man ein zerbrechliches Mädchen erkennen, aber so ganz war sie das auch nicht. Phoenix hat selbst zugegeben, dass ihr das Stehlen Spaß macht, auch, wenn sie gezwungen wird. Das wurde irgendwie offen gelassen und hat es hat mich verwirrt, dass das nicht mehr aufgegriffen wurde.

In diesem Teil gab es einen neuen Gegner – den Seher. Mit der Zeit kam er mir gar nicht mehr so gefährlich vor, was aber auch eher daran lag, dass ich die Bösen im 1. Band gefährlicher fand. Trotzdem war Saving Phoenix actionreicher und hat an Tempo zugenommen. Man hatte den Fokus mehr auf den Kampf zwischen den guten Savants und den bösen Savants gelegt, was aber keinesfalls negativ war.

Zwar kann Stirlings Reihe in punkto Spannung mit anderen Jugendbüchern nicht mithalten, aber mitgefiebert habe ich trotzdem. Die Haupt-/Nebencharaktere waren sehr interessant und vor allem auch die Hintergründe der Bösen. Es gab für mich keine wirklichen überraschenden Wendungen, aber manchmal habe ich mich gefragt, was für ein Genie man nur sein muss, um auf solche Lösungen zu kommen. 😉 Für mich war es trotzdem klar, wie das ganze enden würde, aber ich glaube das weiß man meist. Zumindest bei solchen Jugendbüchern…

Die verschiedenen Savant-Gaben in diesem Band haben mir besonders gefallen. Ich finde, mit Zed`s Gabe, Schnipsel aus der Zukunft zu sehen, kann man nicht ganz so viel anfangen. Aber das Yves riesige Flammen auslösen kann und das meistens, wenn er wütend ist, ist unglaublich. Phoenix dagegen kann die Gehirne anderer Menschen manipulieren und dadurch zum Beispiel die Zeit anhalten.

Sky und Zed sind wird in diesem Band auch wieder begegnet, was mir eine unheimliche Freude bereitet hat. Wie ich am Anfang gesagt habe, waren eher Sky und Zed meine Lieblinge, deswegen war es umso schöner, sie wiederzusehen. Die Glasur auf dem Kuchen war aber, dass Sky und Phee eine schöne Freundschaft aufgebaut haben. Dadurch, dass sie beide eine schwere Vergangenheit hatten, verstanden sie einander ohne große Worte und ich glaube, Phoenix war sehr glücklich, Sky als eine Freundin bezeichnen zu können. Auch Karla, die Mutter der Jungs, war überglücklich, neben sieben Jungs zwei Mädchen zu haben und nutzte das auch vollkommen aus. 😉 Amüsant war das auf jeden Fall.

Das Ende war mir dann aber wirklich zu viel. Ohne zu spoilern war ich ein bisschen verwundert. Erst mal hätte man das Ganze viel mehr ausbauen können, vor allem bei den „wenigen“ Seiten. Phee war doch am Anfang so skeptisch und hatte ein großes Vertrauensproblem, da hat mich das Ende einfach verwundert und war zu viel des Guten.

Auch das Cover hat mir sehr gefallen, mit all den Ornamenten und den zueinander passenden Farben sieht es einfach nur wunderschön aus. Kitschig, himmlisch und einfach nur wirklich toll. Beim Titel war ich etwas verwirrt, warum er im Deutschen „Saving Phoenix“ heißt, der englische Titel jedoch „Stealing Phoenix“ ist. Meiner Meinung nach hätte man den englischen einfach behalten können.

Fazit
Phoenix habe ich nicht so sehr ins Herz geschlossen wie Sky, aber gemocht habe ich sie trotzdem. Der Fokus lag eher auf den guten und bösen Savants, was auch mal gut war. Alles in allem ein schöner Schreibstil und eine schöne Geschichte mit einigen kleinen Fehlern. 4 von 5 Lesesterne.

 

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2 Kommentare zu „Rezension zu Saving Phoenix von Joss Stirling

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