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Rezension zu Calling Crystal von Joss Stirling

calling-crystal

Titel: Calling Crytal #3 – Die Macht der Seelen
Autorin: Joss Stirling
Genre: Jugend-/Fantasybuch
Erscheinungsdatum: 24. Oktober 2012
Verlag: dtv Verlag
Preis: 9,95€
ISBN: 978-3-423-71609-3
Seiten: 384

1. Band: Finding Sky (Rezension)
2. Band: Saving Phoenix (Rezension)

Inhalt
Crystal fühlt sich verkehrt in der Welt der Savants. Sie hat keine besondere Begabung und glaubt auch nicht daran, dass sie jemals ihren Seelenspiegel finden wird. Doch dann tritt Xav Benedict in ihr Leben und stellt alles auf den Kopf…

Meine Meinung
Ach herrje, wie soll ich das denn beginnen… Vielleicht haben einige von euch meine Rezi zu „Finding Sky“ gelesen, denn dieser Band war spitzen klasse und gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern im Genre Fantasy für Jugendliche. „Saving Phoenix“, der 2. Band, war auch nicht schlecht, war aber nicht so gut wie der Erste. Ich habe mir gedacht, dass das bei Mittelbänden doch meist so ist und der letzte sicher besser wird, aber da habe ich mich leider getäuscht. „Calling Crystal“ war der Abschluss der Benedicts-Geschichte und schlechter als ich erwartet habe.

Crystal ist das 7. Kind in ihrer Familie und findet selbst, dass sie als Savant zu nichts zu gebrauchen ist. Eigentlich ist das 7. Kind einer Savantfamilie immer das stärkste Kind, aber hier waren alle, auch wenn sie es nicht zugeben wollten, von ihren Fähigkeiten enttäuscht. Sobald jemand versucht per Telepathie mit ihr in Kontakt zu treten, wird ihr schlecht und sie muss die Verbindung abbrechen. Außerdem hat sie keine große Fähigkeit, sie kann nur verloren gegangene Dinge finden, wie der Schlüssel ihrer Tante oder den Mantel ihrer Cousine. Das ist natürlich ziemlich deprimierend für Crystal und dann steht sie auch noch im Schatten ihrer großen Schwester Diamond. Sie findet am Anfang des Buches ihren Seelenspiegel und Crystal fühlt sich immer schlechter, weil sie anscheinend das schwarze Schaf ohne Seelenspiegel zu sein scheint. Aber auch Trace, Diamond’s Seelenspiegel, hat mehrere Brüder. Einer davon ist sogar genauso alt wie Crystal!

Hach, wie glücklich ich doch war, dass es in diesem Band um Xav ging. Nach Zed war er mein „Lieblingsbruder“ und mit seinem Humor kann man nur wirklich schlecht mithalten. Er ist der Lustige unter den Brüdern und hat dazu die Fähigkeit, Verletzungen zu heilen oder zumindest den Schmerz zu verringern. Dass wir in diesem Band mehr über ihn erfahren durften, hat mich also sehr gefreut. Das Buch hatte viel Charme und Witz und war in diesem Punkt auch sehr unterhaltsam. Um ehrlich zu sein , weiß ich nicht, was ich über Crystal denken soll. Zum einen fand ich, dass sie zu viel gejammert hat, auch, wenn ich ihre Lage verstehe, aber auch sehr lieb und nett. Am Anfang habe ich mich aber wirklich gefragt, was Xav denn bitte genau in ihr gesehen hat, außer, dass sie durchs Alter Seelenspiegel sein könnten. Irgendwann ab der Hälfte mochte ich sie aber wieder mehr, aber huch, was war das denn für eine rasche Entwicklung?

Das Tempo fand ich eh nicht so besonders, da vieles ein zu schnelles Tempo eingenommen hatte und Stirling sich ruhig mehr Zeit hätte lassen können. Wie kann man denn innerhalb von so einer kurzen Zeit vom schwarzen Schaf zur grooooßen Heldin mutieren? Das angenehme Tempo aus Band 1 hat definitiv gefehlt!

Sky und Phoenix aus den vorherigen Bänden habe ich damals so schnell ins Herz geschlossen und es war zwar schön sie wiederzusehen, aber ich hätte mir bei ihnen eine Entwicklung gewünscht. Es ging zwar nicht mehr um sie, aber man hätte ruhig mehr erfahren können, immerhin gehörten sie dazu. Die Nebenprotagonisten fand ich auch sehr toll, vor allem Steve und Lilly. Mich persönlich hat es überrascht, dass die beiden es so unglaublich einfach aufgenommen haben, dass die Benedicts Savants sind und so gelassen waren. Ich meine, Sky durfte ihren Eltern kein Wort sagen und als die es erfahren, ist es plötzlich keine große Sache. Sehr verwunderlich!

Ich war zwar noch nie in Venedig, aber durch Stirling fand ich es wirklich wundervoll und ich hatte das Gefühl, praktisch vor Ort zu sein! Ihre Venedig-Liebe ist auf mich übergesprungen und sie hat alles wirklich fantastisch beschrieben. Ihr Schreibstil war schon immer toll und außerhalb vom Tempo hat sich nicht viel verändert.

Es ist nicht so, dass ich das Buch nicht genossen hätte, wie man wahrscheinlich nach den Punkten oben denkt, sondern ich habe einfach was besseres erwartet. Den 1. Band habe ich sogar zweimal gelesen und ich weiß ja, dass Stirling Talent hat. Nur hat sich meiner Meinung nach nicht viel geändert. Wenn man die Bände miteinander vergleicht, ähneln sie sich viel zu sehr und der Aufbau war praktisch exakt der gleiche. Dadurch war natürlich alles viel zu offensichtlich und vorhersehbar.

Und was waren das bitte für Bösewichte?! Der böse Savant in diesem Teil kam für mich kein Stück an die anderen heran, denn ich habe mich bei ihren Auftritten einfach nur immer wieder gefragt, was das sollte. Der Savant hatte die Fähigkeit, Erinnerungen zu löschen, was unglaublich ist, aber die Umsetzung war grauenvoll. Man hätte den Plan viel besser durchdenken können, ich meine, wer lässt seine Feinde ins Haus, stellt Forderungen und droht, um sie dann wieder gehen zu lassen und dann… ach, ich will nicht zu viel verraten, aber das hätte man viel besser machen können. Dadurch hat der Nervenkitzel gefehlt und die Spannung war auch nicht da. Im 2. Band ging es ja noch, aber hier fehlte die Spannung deutlich.

Was das ganze ein wenig gerettet hat, waren Crystal und Xavs Schlagaustausche. 😉 Die beiden hatten wirklich Spaß daran, sich zu necken und waren wirklich süß, als sie dann zusammen waren. Trotzdem kommen sie nicht an Sky und Zed ran. 😉

Ich frage mich immer, warum die englischen Titel immer geändert werden müssen. Im englischen hieß der Band „Seeking Crystal“ und hier „Calling Crystal“. Beim 2. Band war es genauso, im englischen lautete er „Stealing Phoenix“ und im Deutschen „Saving Phoenix“. Auch wenn er nur Kleinigkeiten sind, warum müsst ihr das ändern?! Mit dem Cover war ich aber etwas zufriedener, mal wieder wie die anderen, aber schön.

Ich glaube, wenn „Calling Crystal“ der Auftakt zur Reihe gewesen wäre, hätte ich sicher mehr Punkte geben können, aber dadurch, dass das der letzte Band ist, war zu vieles gleich.

Fazit
Ich glaube, ich hatte für den letzten Band einfach zu hohe Erwartungen und war deswegen am Ende so enttäuscht. Ich werde den 4. Band nicht lesen (wo es um ganz andere Protagonisten geht), weil ich nicht glaube, dass ich ihn gut finden werde. Joss Stirling hat 3 Bücher lang immer den gleichen Aufbau gehabt und dadurch gab es gar keine Spannung. Pluspunkte gibt es wiederum für die Protagonisten und großes Lob an Xav. 3 von 5 Lesesterne.

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